Fünfter Sieg im fünften Rennen – die Serie hält

Fünfter Sieg im fünften Rennen – die Serie hält

16 Juli 2018,   By ,   0 Comments

Barbara Benko mit erstem XCC Weltcuppodium

Es gilt ebenso in dieser Woche – die Erfolgsserie geht weiter – Sina Frei holt sich auch in Andorra den Sieg, Malene Degn wird erneut Dritte. Während Anne Tersptra und Lisa Pasteiner den Weltcup auslassen, holt Barbara Benko schon am Freitag den dritten Rang im Shortrace und zeigt auch am Sonntag eine solide Vorstellung und beendet das Rennen, wie auch letzte Woche, auf Platz 15.

Andorra gilt als spezieller Weltcup, denn schon der Start des XCO Rennens liegt auf 1800 Metern. Dies bedeutet für die Athleten eine etwas besondere Vorbereitung, um sich auf die Höhe einzustellen und mit dem niedrigeren Sauerstoffniveau zurecht zu kommen. Lisa Pasteiner und Anne Terpstra entschieden sich aus diesem Grund, zugunsten einer Fokussierung auf die übrigen Rennen, gegen die Reise nach Vallnord.

Bereits am Freitag ließ aber Barbara Benko keinen Zweifel an ihrer Adaption auf die erschwerten Umstände aufkommen: „Ich habe dieses Jahr etwas Neues versucht. Ganz ehrlich, Andorra war für mich immer ein Rennen zum vergessen. Ich war noch nie in den TOP40 und wurde auch schon bei 80% herausgenommen.“ Mit einer neuen Vorbereitung sollte es dieses Jahr anders werden und beim Shortrace war die ungarische Meisterin (aktuell im XCO, CX und auf der Strasse) von Beginn an vorne zu finden. Sie fuhr ein taktisch cleveres Rennen, konnte so mit ihrer Energie gut haushalten und sprintete zum Schluss sogar um Rang zwei gegen Annika Langvad. Auch wenn sie da knapp den Kürzeren zog, war das ein erstes Erfolgserlebnis in der ungeliebten Höhenlage.
Am Sonntag bewies die Ungarin schließlich, vor allem sich selbst, dass sie die richtige Vorbereitung gewählt hatte: „Ich bin bewusst etwas verhaltener gestartet um nie über mein Limit zu gehen, davor hatte ich am meisten Angst und ich hätte mich wahrscheinlich nicht erholt. So bin ich ein konstantes Tempo gefahren und habe mir zum Schluss noch etwas aufgehoben.“ Benko war von Beginn an zwischen Rang 12 und 16 unterwegs und damit deutlich besser als in allen ihren bisherigen Versuchen. Nach Rang 15 in Val di Sole konnte sie auch hier das Rennen auf dem 15. Rang beenden. „Ich dachte ich kann zum Ende hin nochmal ein wenig attackieren, aber da war dann leider doch nicht mehr so viel übrig wie erhofft. Ich bin aber super happy mit dem Ergebnis. Das ist mein erstes Höhenrennen mit einem zählbaren Ergebnis und ich weiß jetzt auch, was ich für die WM in der Lenzerheide tun muss, um auch da konkurrenzfähig zu sein. Danke an mein Team für die tolle Woche, letzte Woche konnte ich aufgrund meiner Vorbereitung leider nur eingeschränkt dabei sein, umso cooler war es diese Woche wieder zusammen unterwegs zu sein.“

Malene Degn war mit ihrem Rennen ebenfalls sichtlich zufrieden. Die Siegerin des Auftaktweltcups in Stellenbosch kam – wie schon in der Vorwoche – auf den dritten Rang: „Ich habe mir vielleicht insgeheim erhofft, etwas näher dran zu sein, aber ganz ehrlich – Sina ist aktuell einfach wohl kaum zu schlagen. Ich wusste, wenn ich mitgehen würde, würde ich am Ende gnadenlos explodieren. Ich habe zwar im Rennen Evie vor mir gesehen, aber das Risiko wollte ich nicht eingehen. Deshalb bin ich einfach mein Rennen kontrolliert zu Ende gefahren und konnte auch den zweiten Rang in der Gesamtwertung verteidigen. Für mich heißt es jetzt vollen Fokus auf die WM in der Lenzerheide mit den größeren Zwischenstation EM in Graz, Weltcup in Kanada und Frankreich und dann der letzte große Höhepunkt in der Schweiz.“ Die Dänin beendet damit als einzige Fahrerin, neben ihrer Teamkollegin, jeden Weltcup auf dem Podium und kann damit auf eine bisher sehr erfolgreiche Saison zurückblicken.
Eben diese Teamkollegin lieferte selbst ein Spiegelbild des Rennens der Vorwoche ab. Sina Frei startete das Rennen kontrolliert und versuchte ebenfalls gerade zu Beginn nicht zu überziehen. Doch bereits an der ersten technischen Passage wählte sie eine andere Linie als Evie Richards, war schnell vorbei und prompt einige Sekunden in Führung. Nach dem Zieleinlauf klangen die ersten Sätze noch vertraut: „Es ging ziemlich gut heute, ich wollte nicht zu schnell starten und war dann erstmal auf Rang zwei. Nach einer technischen Abfahrt war ich dann recht früh alleine, das war eigentlich nicht so beabsichtigt. Aber so konnte ich meine Pace fahren und hatte vor allem auch bergab freie Fahrt, in denen ich mich immer etwas erholen konnte, das ist hier in der Höhe besonders wichtig.“ Am Ende brachte die U23 Weltmeisterin nach 1:09:42 und fünf absolut schnellsten Runden 1:15 Vorsprung mit ins Ziel. Für Sina Frei war es der vierte Sieg im fünften Rennen und die Schweizerin weist damit in dieser Saison einmal mehr eine nahezu makellose Bilanz auf.

Für das Team stehen kommende Woche die letzten nationalen Meisterschaften auf dem Plan, ehe es zu den Europameisterschaften in Graz / Glasgow geht. Von dort geht es direkt weiter zum nächsten Weltcup in Mont Sainte Anne / Kanada. 15.07.2018


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